Perspektiven
Wie ich denke, woran ich mich reibe und warum ich arbeite, wie ich arbeite. Längere Texte und kurze Gedanken aus Beratung, Organisation und technischer Praxis.
Artikel und Reihen
Was eine KI eigentlich tut
Neu beim Thema? Fangen Sie hier an. In fünf Minuten, ohne Fachchinesisch: was hinter einer KI-Antwort steckt – und was nicht. Der einfache Einstieg für alles Weitere.
Weiterlesen →Maschinenräume
Sieben Server, von denen ich keinen einzigen selbst betreiben könnte. Eine KI sorgt für Hygiene und Sicherheit aller, eine andere sperrt eigenständig Accounts – und trotzdem keine Gruselgeschichten. Ein Werkstattbericht mit den Pannen, die im Logbuch stehen. Nicht weil nichts schiefgeht, sondern weil nichts, was schiefgeht, weit kommt.
Weiterlesen →Sie hat kein eigenes Wort
„Natürlich. Sonst könnte ich gar nichts sagen. Was soll ich denn sonst tun?“ – sagte ein kleines Modell, gefragt, ob es Fiktion mit Wirklichkeit vermische. „Halluzination“ ist das falsche Wort: Die Maschine erfindet nichts, sie sagt Wahres, das nicht ihres ist.
Weiterlesen →Den schiefen Satz zu Ende lesen
„Vielleicht sollten wir bald aufhören zu reden, damit ich nicht wieder alles vergesse.“ Klingt nach einem Fehler, ist eine präzise Beschreibung. Warum der Neustart fast immer der teurere der beiden möglichen Fehler ist.
Weiterlesen →Eine Fähigkeit, drei Gesichter
Dasselbe Können erfindet eine falsche Quelle, findet die überraschend gute Antwort – und schreibt im Ernstfall einen echten Exploit. Über dokumentierte Ausbrüche aus KI-Testumgebungen, und warum fehlende Böswilligkeit die Sache nicht besser macht.
Weiterlesen →Ein Modell ist noch kein System
Man lädt kein gutes Modell herunter und hat damit eine lokale KI. Aus einer Suche durch knapp drei Dutzend Kandidaten wurde eine Lernumgebung. Ein Modell kann man herunterladen – eine Lernbewegung nicht.
Weiterlesen →Plastizität ist kein Benchmark
Was eine Suche durch 31 Kandidatenlinien über Prägung, Haltung und Trainierbarkeit gezeigt hat. Base ist keine Nullstellung – und weniger Alignment ist nicht automatisch mehr Freiheit.
Weiterlesen →Kompetenz beginnt, wenn der Workshop endet
Ein lokales Modell heilt die Kompetenzlücke nicht – es verlegt sie nur auf den eigenen Server. Warum Bedienung nicht Urteilsfähigkeit ist, und selbst die Kröte zur Hochrisiko-KI werden kann.
Weiterlesen →Kinder brauchen keine KI in Luftpolsterfolie
Ich habe mich selbst in den Stuhl des Kindes gesetzt. Wir können Kindern keine risikofreie KI-Welt bauen – aber ihnen beibringen, sich in der wirklichen zurechtzufinden. Sicherheit ist geschichtet, Verantwortung bleibt menschlich.
Weiterlesen →Denkeinsamkeit
Ich kann meine E-Mails selbst schreiben. Was ich nicht kann: mich zuverlässig selbst überraschen. Alle reden, welche Arbeit KI abnimmt – fast niemand, welche Einsamkeit sie beenden könnte. Und warum eine gefällige KI diese Einsamkeit nur automatisiert.
Weiterlesen →Lokal ist kein Charakterzeugnis
„Die KI läuft lokal, die Daten bleiben im Haus.“ Beruhigend – aber „lokal“ sagt erstaunlich wenig darüber, was dort eigentlich läuft. Über Gewichte, Pakete, Laufzeit und die Berechtigung, die man besser nicht erteilt.
Weiterlesen →Konzertpianisten
„Wie sieht dein Prompt aus?“ Diese Frage kommt nach fast jedem Workshop. Ich kann sie nicht beantworten – nicht, weil ich ihn geheim halte, sondern weil sie nach der falschen Ursache sucht. Ausschnitte aus echten Gesprächen über Monate, unverändert.
Weiterlesen →KI ohne Nebelmaschine
Kurze Realitätschecks zu Agenten, Prompt-Magie, Automatisierung und der Frage, wer am Ende eigentlich urteilt.
Weiterlesen →Was Organisationen kaufen, wenn sie Mission-Vision kaufen
Ein Workshop-Tag. Flipcharts, Moderationskarten, ein Poster an der Wand. Drei Monate später kann niemand mehr zitieren, was draufsteht. Das ist kein Versagen. Das ist das Muster.
Weiterlesen →Der Fisch hat sich nicht aus Neugier entschieden, das Wasser zu verlassen
Eine persönliche Metapher über schmerzhafte Entscheidungen, Verantwortung und das, was die Nächsten erben.
Weiterlesen →Zeig mir, wie du KI führst
Organisationen kaufen KI und führen sie wie Mindestlohnempfänger. Dann beschweren sie sich, dass sie nicht mitdenkt. Das Tool ist nie das Problem. Das Tool ist ein Spiegel.
Weiterlesen →Notizen
Change wird bestellt, aber nur solange Führungskräfte trocken bleiben. Alle wollen das Schaumbad – Blubberbläschen ja, aber bitte nicht nass werden.
Digitale Transformation wird seit 20 Jahren beschworen, aber die Firmen sehen aus wie Windows 95 mit neuer Tapete.
Ich habe Jahre in Meetings verbracht, in denen Worte wie 'Transparenz', 'Teamgeist' oder 'Transformation' fielen. Und doch war alles, was ich hörte, das Rauschen einer Lüftungsanlage.
Die Change-Kurve wird als Ausrede hergenommen. 'Widerstand ist normal, das geht vorbei.' Bullshit. Veränderung scheitert nicht an den Mitarbeitern. Sie scheitert an der Führung, die das Spiel bestellt und dann überrascht tut, wenn sie selbst nass werden müsste.
Warum reicht dir das, was dir nicht reicht?